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Die Geschichte der Arbeit Deutsch
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Die Geschichte der Arbeit!
Adam hatte auf Drängen Evas vom Baum gegessen und aufgrund dessen
ein bestimmtes Wissen erlangt. Dann kam der Engel Gottes und vertrieb beide
aus dem Paradies, in dem sie ohne Sorge ihr Dasein fristeten. Er fügte hinzu,
dass sie von nun an im Schweiß ihres Angesichts ihr Brot verdienen müssten.
Seit dieser Zeit verflucht der christliche Mann die Frau.
Die Römer glaubten, dass es am Anfang unter Saturnus ein goldenes
Zeitalter gegeben haben soll, in dem niemand hatte arbeiten müssen, weil die
Felder ohne Anbau Früchte trugen, Honig von den Bäumen und Milch in den
Flussbecken flossen. Sie sammelten Maulbeeren und Erdbeeren, oder was reif
von den Bäumen gefallen war. Kein Streit störte ihre mühelose Ruhe, kein
Schwert wurde aus seiner Scheide gezogen, kein Helm musste den Kopf schützen
und keine Posaune, weder krumm noch gerade, weder aus Holz noch aus Metall
rief zum Krieg.
Moses führte die Juden durch die Wüste, um ihnen das versprochene
Land Kanaan zu zeigen, in dem Milch und Honig fließen sollten. Aber für diese
Schandtat, sie 40 Jahre lang an der Nase herumgeführt zu haben, sollte er das
gelobte Land nicht sehen, sondern musste vorher sterben.
In einigen Kulturen tragen die Auserwählten, Adligen oder andere
Mitglieder der oberen Schichten lange Fingernägel, um zu zeigen, dass sie
ihren Unterhalt nicht mit Arbeit oder Handarbeit verdienen.
In fast allen Kulturen
bleiben Würdenträger und Ähnliche von Arbeit verschont, als ob es
jemanden geben müsse, der den anderen zeigt, wie schön das Leben wirklich
sein kann.
Die Protestanten und vor ihnen Luther wollten den Leuten zu
verstehen geben, dass Arbeit keine Schande ist, sondern die Möglichkeit das
Reich Gottes schon auf Erden vorzubereiten.
Am Anfang bestand Arbeit eigentlich im Jagen und Sammeln von
Nahrung, Holz für Feuer, Baumaterial für einfache Hütten. Die Tätigkeiten
waren dabei zwischen Männern und Frauen aufgeteilt. Um das Haus und in den
nahen Feldern beschäftigten sich Frauen und Kinder, und für Schwerere, wie
Jagen und Gebäudebau waren die Männer zuständig. Das Jagen galt dabei als
besonders ehrwürdig, weil es gefährlich war und das kalorienreiche Fleisch
auf den Tisch brachte und der größten, sichtbaren Geschicklichkeit bedurfte.
Als die ersten Dörfer entstanden, kam es zu einer spezielleren
Aufteilung in Berufe, weil auch schwer transportierbare und zerbrechliche
Güter hergestellt werden konnten. Aber die grundsätzliche Aufteilung zwischen
Männer- und Frauenbeschäftigungen blieb erhalten, wenn ich Bauchtänzerinnen
nicht dazuzähle, die es zu allen Zeiten gab.
Es formten sich immer größere Gemeinschaften und man benötigte
Krieger, und Beamte. Händler zogen durch die Länder.
Es gab eine Zeit, in der die schweren und unangenehmen Arbeiten
von Sklaven verrichtet wurden.
Die Lebensmittelproduktion funktionierte immer wirksamer, was die
Entstehung einer handwerklichen Industrie ermöglichte.
Größer werdende Firmen und Werke zogen Kapital zusammen, die
Künstler engagieren konnten.
Staatliche Machthaber versuchten, wichtige und profitable
Industriezweige für sich zu monopolisieren, Kohle-, Gold-, Erzmienen,
Metallverarbeitung, Getreidemühlen, Schiffbau.
Die ersten Geldinstitute wurden gegründet, um Kapital für
kostspielige Unternehmen zu Verfügung stellen zu können.
Kinder- und Frauenarbeit war in der Industrie gefragt, weil sie
billiger war und die meisten Arbeiterfamilien von dem Lohn des Vaters allein
nicht hätten überleben können.
Für die immer komplizierter werdenden Tätigkeiten brauchte man
ausgebildete Fachkräfte oder zu mindestens Arbeitskräfte mit einem
Minimalwissen.
Europäische Firmeneigentümer sprachen sich gegen die Sklaverei
zum Beispiel in den U.S.A. aus, da sie in Europa keine so billigen Arbeiter
finden konnten und auf diese Weise nicht konkurrenzfähig hätten bleiben
können.
Vorher hatte der Mensch vor allem für sich selbst und seine
unmittelbare Umgebung produziert, jetzt produzierte er für die ganze Welt,
wir sind im 19. Jahrhundert.
Manchmal gab es dadurch eine Überproduktion, deshalb mussten
Herstellungspausen eingelegt werden – der erste Urlaub.
Die tägliche Arbeitszeit wurde immer kürzer: von anfangs 16
Stunden pro Tag auf heute 8.
Der Begriff Freizeit begann, sich auch für den kleinen Mann mit
Inhalt zu füllen.
Und wo sind wir jetzt? Vielleicht sollte die Arbeit auch Spaß
machen!
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Montag, 6. April 2015
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